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Inspektionen nach Herstellervorgaben
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Inspektionen nach Herstellervorgaben

Freiwillige Inspektionen

Inspektionen können jederzeit durch eine Kfz-Werkstatt durchgeführt werden. Üblicherweise werden sie in bestimmten Zeit- und Fahrleistungsintervallen durchgeführt, aber auch vor einer längeren Urlaubsreise. Zweck hierbei ist die Prävention von Schäden, somit die Werterhaltung und insbesondere die Sicherheit (Bremsen, Beleuchtung, etc.). Fahrzeughersteller machen meist Vorgaben, in welchem Umfang und wie häufig Inspektionen durch Werkstätten* durchgeführt werden sollen. Die Einhaltung dieser Termine kann Voraussetzung für bestimmte Garantieleistungen des Herstellers sein.

Flexible Inspektionsabstände

Moderne Kraftfahrzeuge überwachen ihren eigenen Zustand immer gründlicher selbst. Dabei wird beispielsweise auch verfolgt, bei welchen Betriebstemperaturen und Drehzahlen ein Motor betrieben wird. Je nach Fahrweise wird aufgrund von Berechnungen, die von den Fahrzeugherstellern vorgegeben werden, das Erreichen einer bestimmte Belastungs- oder Verschleißgrenze erkannt und der Fahrer aufgefordert, seine Werkstatt für die nächste Inspektion aufzusuchen. Bei weniger belastender Fahrweise wird die Inspektion also später erfolgen als bei fordernder Fahrweise. Diese Überwachung wird in einem der zentralen Steuergeräte des Fahrzeugs durchgeführt, oft im Kombiinstrument, da bei diesem schon die Eingangsgrößen wie (u. a.) Temperatur und Drehzahl ausgewertet und angezeigt werden und auch die Anzeige der Inspektionsaufforderung in diesem Gerät erfolgt. Die genannten Berechnungsgrundlagen unterscheiden sich erheblich je nach Hersteller, Motortyp, also Diesel oder Benziner.

Die Auto Inspektion - Was wird bei einer Inspektion gemacht? Bei der Auto Inspektion wird zwischen der „Kleinen Inspektion“ und der „Großen Inspektion“ unterschieden. Die Abstände, in denen diese durchgeführt werden soll, richten sich nach den Angaben des Herstellers. Dabei ist auch für den jeweiligen Fahrzeugtyp vorgegeben, was genau geprüft werden soll. Eine gesetzliche Regelung gibt es nicht. Auswirkung hat die Autoinspektion auf die Garantieleistungen des Herstellers und in Aspekten der Sicherheit. Die erfolgten Inspektionen werden durch eine die Wartung ausführende Werkstatt im Serviceheft vermerkt.

Inspektion erhöht die Lebensdauer

Die kleine Inspektion ist vom Hersteller in der Regel in Intervallen von 10.000 bis 15.000 gefahrenen Kilometern oder jährlich vorgegeben. Dabei werden die Bremsen auf Verschleiß geprüft, die Bremsflüssigkeit wird auf den Wassergehalt getestet, Batterie und Lichtmaschine auf Kapazität. Der Ladestrom und der Kühlwasserstand werden geprüft. Das Antriebsaggregat und das Getriebe werden kontrolliert, Luft- und Innenraumfilter ausgetauscht, die Abgasanlage wird auf Verschleiß getestet.

Einer Überprüfung unterzogen werden auch der Fahrzeugboden, die Reifen und das Fahrwerk. Ein Ölwechsel gehört ebenfalls zur Wartung. Der Fahrzeughalter erhält im Anschluss an die Inspektion eine Liste mit eventuellen Empfehlungen zur Reparatur. Die regelmäßige Wartung kann ausschlaggebend für die Lebensdauer und Fahrsicherheit des Autos sein und beugt der Feststellung von Mängeln beim TÜV vor.

Inspektion in großem Ausmaß

Die große Inspektion bedeutet eine umfassende Wartung des Fahrzeugs. Oft wird sie vom Hersteller nach der doppelten gefahrenen Kilometerzahl der kleinen Inspektion empfohlen, eine andere Regelung sind 100.000 gefahrene Kilometer. Überprüft werden hier zusätzlich sämtliche Betriebsstoffpegel und deren Qualität. Die Funktionalität der Verschleißteile wie der Bremsscheiben, der Motor- und Aggregate-Dichtheit nebst allen Schläuchen und Dichtungen wird kontrolliert. Die Beleuchtungs- und die Abgasanlage stehen ebenfalls auf dem Wartungsprogramm. Bei der großen Inspektion wird das gesamte Fahrzeug nebst vermeintlicher Kleinigkeiten wie der Scheibenwischer auf Funktionalität und Sicherheit untersucht, und alles nach Herstellerlistenvorgaben.

Was kann man selbst zur Wartung beitragen?

Der Fahrzeughalter kann selbst zur Wartung seines Fahrzeugs beitragen, indem er Öl, Scheibenwischer, Reifendruck und -profil, Kühlwasserstand und Zündkerzen, wenn er an diese durch Abdeckung und verbauten Teile herankommt, regelmäßig kontrolliert und bei eventuellen Problemen sofort Abhilfe schafft. Das verhindert durch etwaige Fehlfunktionen auftretende Folgeprobleme, die einen größeren Reparaturbedarf bedeuten können. Zudem senkt er künftig zu erwartende Reparaturkosten und das Sicherheitsrisiko für sich und andere. Durch regelmäßige Wartung hat das Fahrzeug eine längere Lebenserwartung, und die möglichen Reparaturvorschläge nach einer Überprüfung werden minimiert. Es sinkt auch bei einem eventuellen Unfall das Risiko einer Mitschuld durch vorhandene Defekte am eigenen Auto

 

*:
EU-Kommission betont: Kein Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung.
Datum: 22.09.2003
Die Arbeit einer markenfremden oder freien Werkstatt während des Geltungszeitraums von Herstellergarantien und -gewährleistungen führt nicht zum Wegfall von Garantie und - Gewährleistungsansprüchen von Kunden gegenüber dem Automobilhersteller. Voraussetzung für den Erhalt von Garantie- und Gewährleistungsansprüchen ist jedoch, dass die Arbeit in der markenfremden Werkstatt fachgerecht und nach Herstellervorgaben ausgef ührt wurde und zwischen einem eingetretenen Mangel/Garantiefall und der Arbeit der markenfremden Werkstatt kein kausaler Zusammenhang besteht. Das hat die EU-Kommission Ende Juli aufgrund einer Anfrage nochmals klar gestellt. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hatte schon frühzeitig um entsprechende Klarstellung gebeten. Wie AUTO SERVICE PRAXIS mehrfach berichtete, hatte die EU-Kommission in ihren Leitlinien zur GVO 1400/2002 als Antwort auf Frage 37 festgestellt, dass Automobilhersteller Kunden Garantieleistungen nicht einfach mit der Begr ündung verweigern dürften, der Kunde habe sein Fahrzeug während der Garantiezeit in einer markenfremden Werkstatt warten oder reparieren lassen. Mit solchen Regelungen, so die EU - Kommission in ihrer Begründung, würden Autokäufer ihres Rechts beraubt, ihr Fahrzeug in einer markenfremden Werkstatt betreuen zu lassen, wodurch ein wirksamer Wettbewerb zwischen vom Hersteller zugelassenen und ungebundenen Werkstätten verhindert werde. Einige Hersteller – z.B. Volkswagen – hatten darauf hin Garantiezusagen komplett aus ihren Verkaufsunterlagen gestrichen und gegen über Fahrzeugkäufern statt dessen allgemein auf die gesetzlich geregelte Sachmangelhaftung (Gewährleistung) von zwei Jahren sowie erweiterte "Gewährleistungszusagen" verwiesen.

Diee EU-Kommission hat in einer Stellungnahme jetzt noch einmal ausdrücklich festgestellt, dass für sie die Begriffe "Garantie" und "Gewährleistung" gleichbedeutend sind. Im Klartext heißt das: Jede Art von Garantie- oder Gewährleistungsversprechen (z.B. "12 Jahre gegen Durchrostung"), die ein Hersteller gegenüber einem Fahrzeugkäufer abgibt, hat auch dann Bestand, wenn der Kunde während des Gewährleistungszeitraums eine markenfremde Werkstatt mit Wartungs- oder Reparaturarbeiten beauftragt. Das gilt auch dann, wenn der Hersteller selbst überhaupt keine Garantiezusagen gegenüber dem Kunden abgibt und statt dessen auf die gesetzlich geregelte Sachmangelhaftung des Händlers verweist. Weil der Händler nach Paragraf 478 BGB Rückgriff auf seinen Vorlieferanten hat, muss der Hersteller bei einem vorliegenden Sachmangel die Kosten erstatten, die dem H ändler für die Mangelbeseitigung entstanden sind. Unverändert gilt, dass Hersteller gegenüber Kunden darauf bestehen können, aufgetretene Sachmängel oder Garantiefälle in einer zum Herstellernetz gehörenden Werkstatt reparieren zu lassen und dabei ausschlie ßlich Originalteile des Herstellers zu verwenden. Über die Details der Klarstellung aus Brüssel informiert der ZDK seine Mitglieder aktuell in einem Rundschreiben. (fs)